Dienstag, 31.10.2006
Bloggen & Privatsphäre (I)
Ich habe mit Bedauern, aber auch mit Respekt die Entscheidung von Bandini gelesen, seine vielen Gedanken nicht weiter zu publizieren. Um jene gebloggte Historie vom Netz zu nehmen, die ihm "sein Freund" genommen hat.
Bedingt durch jene verpasste Bloglesung in Frankfurt, die toll gewesen sein muss und eine noch tollere (500Beine verwirrdende) Besucherin, die mich nachts um Eins (oder so...) mehr als überraschend nach jener legendären Lesung auf den "Resten" eines in der Nähe stattfindenden Live-Konzerts aufsuchte -selten habe ich so dämlich aus der Wäsche geguckt!!!- fühle ich selbst veranlasst, in Kürze etwas zum Thema wie persönlich ein Blog geführt sein darf/sollte/muss zu schreiben. (Opa Edi, Du "kennst" A. aka F. - wir haben am letzten Wochenende viel geredet und Du wirst Besuch bekommen ;-) ) Dieser sicherlich sehr ausführliche Beitrag von mir kommt allerdings erst diese Woche, denn dessen Inhalte möchte ich sehr wohl überlegt wählen und nicht von derzeit zuweil stressigen Einflußfaktoren eventuell lieblos erscheinend dahingebloggt ins Netz stellen.
Sich in die Anonymität eines Blogs flüchten und gleichzeitig die eigene Präsenz auf dieser Welt (und vor allem die eigene gestalterische Fähigkeiten verleugnend) ist eine Sache. Den Schritt zu wagen, seine eigenen Fähigkeiten -ob nun allgemein "akzeptabel" oder nicht- in die Öffentlichkeit zu tragen ist eine andere. Dazu aber später mehr von von mir.
Bloggen kann auch verbinden, trotz aller Angst vor dem Verlust der eigenen Anonymität. DWeshalb aber waren wohl in Frankfurt rund 100 Leute, die sich kennenlernen und den "Alpha-Bloggern" lauschen wollten und sich viele der Besucher jener Lesung gegenseitig teilweise voller Stolz als Der/Die vom XYZ-Blog vorstellten ??? Und weshalb hatte ich wohl so lieben Besuch bekommen??? :)
Das sage, hinterfrage ich heute Nacht mal aus Herzen. Scheiß auf die Anonymität :) !!!
Der Omega-Blogger Phil. Man liest sich ;-)
Nachtrag von heute Nachmittag
Phils Phresse, keine 4 Wochen alt:

Ihr erkennt mich nun - aber kennt ihr mich auch? Ich sage nein. Daher bin ich immer noch zum größten Teil anonym. Ich wette auch, dass fast jeder von euch -sofern er mich in ein paar Wochen nach Anblick der Fotos zufällig auf der Strasse antrifft- nicht mehr genau weiß, wem er mein Gesicht aus seinem persönlichen Umfeld zuordnen soll.
Phil

